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Dipl.Ing. (FH) Wolfram Biedermann

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Was ist Linux?

Betriebssystem...

Linux ist ein freies, quelloffenes und kostenlos erhältliches Computer-Betriebssystem.

Das Betriebssystem ist das "Grundprogramm" auf Ihrem Rechner. Es verwaltet die Hardware (Speicher, Festplatten, Tastatur, usw.) und ermöglicht so erst die Ausführung von Programmen. MS-DOS, Microsoft Windows, Unix oder Linux sind Beispiele für Betriebssysteme.

...und Arbeitsumgebung

Darüber hinaus bietet Linux aber eine vollwertige Arbeitsumgebung mit Internet-Browsern, Office-Paketen, Multimedia-Programmen und sehr vielem mehr. Auch diese Programme sind frei, quelloffen und kostenlos.

Während Sie also bei Windows nur eine sehr eingeschränkte Version vieler Programme bekommen (z.B von Office) bzw. eine Demo-Version, gibt es bei Linux nur unbeschränkte Vollversionen der mitgelieferten Programme. Und deren Zahl ist riesig - für openSUSE z.B. nennt der Hersteller (Stand Februar 2018) 6800 Programme, die man dem System hinzufügen kann.

Geschichte

Linux ist dem kommerziellen Betriebssystem Unix verwandt bzw. gleichwertig. Dessen Entwicklung begann bereits zu Beginn der 1970er Jahre. Es wurde zunächst im Bereich von Universitäten und Forschungseinrichtungen eingesetzt.

Mitte der 1980er-Jahre begannen Entwickler mit dem Projekt, einen frei verfügbaren Nachbau von Unix zu schaffen. Linux ist also (vereinfacht gesagt) enstanden als eine freie Variante von Unix und kann heute mehr oder weniger als dessen Nachfolger angesehen werden.

Die Berkeley Software Distribution (BSD)

BSD ist ein weiterer, unabhängig von Linux entstandener Nachbau von Unix, der ursprünglich von der Berkeley Unversity geschaffen wurde und heute ebenfalls frei verfügbar ist. Trotz einer anderen Lizenz und technischer Unterschiede gilt das meiste, was auf hier den "Linux"-Unterseiten gesagt wird, auch für heutige BSD-Versionen. Für Anwender, die sich mit unixoiden Betriebssystemen vertraut machen wollen, spielen die Unterschiede fürs Erste eine untergeordnete Rolle. Auf BSD wird daher nicht gesondert eingegangen.

Das bekannteste von BSD abgeleitete Produkt ist das MacOS von Apple.

frei und quelloffen...

bedeutet, die Programmtexte, also der Quellcode sind jedermann zugänglich. Diese Freiheit ist durch eine spezielle Lizenz, die GNU General Public License (siehe Link im Kasten) festgeschrieben und kann nicht zurückgenommen werden. Aus der Freiheit ergibt sich das Recht, die Software kostenlos oder gegen Bezahlung weiterzugeben. Man kann auch etwas am Programm verändern und das veränderte Programm weitergeben. Der Quellcode muss in diesem Fall mitgegeben werden.

Solche Programme bezeichnet man auch als Open-Source-Software (siehe Kasten).

Das Gegenteil von freiem Code ist sog. proprietärer Code, also Code, der jemandes Eigentum ist und im Normalfall auch der Allgemeinheit vorenthalten wird. Die Lizenznehmer bekommen dann nur die ausführbaren Dateien (Binärdateien). Das Betriebssystem Microsoft Windows ist ein Beispiel für ein proprietäres Programm.

Eine schöne Erklärung zum Thema "Freie Software" und "Open Source" finden Sie auf der Ubuntu-Homepage. Was hier für Ubuntu gesagt ist, gilt für andere Linux-Distributionen (s.u.) genauso.

kostenlos...

Linux kostet keine Lizenzgebühr. Es ist zum kostenlosen Download im Internet verfügbar.

Wer entwickelt Linux?
Und woher kommt das Geld für die Entwicklung?

Die Linux-Entwicklung wird getragen von den sog. Communities. Viele freiwillige, auch unbezahlte Programmierer arbeiten weltweit an der Weiterentwicklung des Systems. Natürlich gibt es Firmen, die in Linux investieren und Programmierer bezahlen. Auch wenn man mit dem Vertrieb des Systems selbst kaum Geld verdienen kann, gibt es ein Folgegeschäft in Form von Support oder Hard- und Softwareverkauf. Es gibt durchaus Anwendungsprogramme für Linux, die nicht Open Source sind und Geld kosten, und das ist auch völlig in Ordnung.

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